Reichtum ist relativ Selbstmanagement

Erfreuen Sie sich jeden Tag an Ihrem persönlichen Reichtum

 

Kennen Sie die Geschichte vom Investment Banker, der nach einem äußerst erfolgreichen Jahr unglaubliche 2 Millionen Euro als Bonus erhielt? Er hatte zwar viele gut verdienende Freunde, aber niemanden, der in der gleichen Gehaltsliga wie er spielte. Die meisten seiner Businessfreunde waren Geschäftsführer und Führungskräfte, aber keiner von ihnen verdiente seiner Einschätzung nach mehr als 250.000 Euro.

Wem konnte er sich anvertrauen? Er wollte seinen riesigen Erfolg ja mit irgendjemandem teilen. Seiner Frau wollte er es nicht erzählen, da er die Erfahrung gemacht hatte, dass sie sofort viele Ideen hatte, was sie mit seinem Geld anschaffen konnte. Ein unbedachtes Wort von ihm, und sie würde ihm ein ganzes Jahr lang mit Jammern über eine neue Villa, eine Jacht oder teuren Autos in den Ohren liegen.

‚Es ist wirklich schlimm‘, dachte der Investmentbanker. ‚Jetzt springt mir mein Herz voller Freude wegen des großen Erfolgs und der finanziellen Anerkennung für viele harte Stunden Arbeit. Wie viele Abende und Wochenenden habe ich durchgeschuftet, und jetzt ist alles perfekt aufgegangen. Und dennoch kann ich mein Glück mit niemandem teilen, der nicht unendlich neidig auf mich wäre.‘

Da hatte er eine Idee und lud einen vertrauten Branchenkollegen zum Jogging ein. ‚Mit ihm kann ich wohl das Thema ansprechen‘, meinte er. Als sie mitten im Wald schon eine halbe Stunde unterwegs waren, meinte der Investment Banker schnaufend in einem beiläufigen Ton: „Wir hatten schon ein wirklich gutes Jahr. Hat sich wirklich finanziell ausgezahlt.“

Sein Lauffreund bestätigte: „Stimmt, war ein echt erfolgreiches Jahr. Hast Du auch 7 Millionen Euro Bonus bekommen?“

 

PersönlicherLuxus und Reichtum wird oft nicht erkannt. Wir vergleichen uns mit unserer Peer Group.

Reichtum an sich ist für unser Empfinden nichts wert. Selbst die Ärmsten unter uns leben besser als Ludwig XIV., der Sonnenkönig von Frankreich und mächtigster Mensch von Europa zu seiner Zeit. Als Ludwig XIV. 40 Jahre alt war, hatte er keinen einzigen natürlichen Zahn mehr. Tägliche Körperhygiene war nicht üblich, und von den technischen Errungenschaften müssen wir ganz schweigen. Reisen waren beschwerlich und kostspielig, und der König war einer der wenigen, die nicht hart körperlich arbeiten mussten.

Warum wir dennoch nicht das Gefühl haben, wie Gott in Frankreich zu leben, ist der Vergleich mit unseren Mitmenschen, unserer „Peer Group“. Wenn es Menschen wie uns insgesamt schlechter geht, fühlen wir uns gut. Wenn wir hingegen von Menschen umgeben sind, die besser gestellt sind, fühlen wir uns schlechter. Reichtum wird immer nur relativ wahrgenommen, und die meisten orientieren sich nach oben. Luxus für alle wird nicht als solcher erkannt.

Für das Gehirn macht es keinen Unterschied, ob Sie selbst eine Gehaltserhöhung bekommen, oder ihr Kollege auch nicht. Wenn Sie ein tolles Auto in der Straße sehen, können Sie darauf zeigen und sagen: „Eines Tages werde ich auch so einen Wagen fahren“, oder Sie machen einen Kratzer hinein, damit der andere sein Fahrzeug auch nicht genießen kann. Selbst besser zu werden oder den Abstieg anderer Menschen zu sehen, bewirkt in Ihrem Hirn genau das Gleiche.

 

Machen Sie den “Warme Mahlzeiten-Test”

Wie können Sie dieser Falle begegnen? Machen Sie den „Warme Mahlzeiten-Test“. Dieser Test funktioniert so: Fragen Sie sich, ob Sie heute schon eine warme Mahlzeit gegessen haben oder noch essen werden. Haben Sie heute Nacht zum Schlafen ein Dach über dem Kopf? Tragen Sie Kleidung am Leib? Sind Sie gesund, oder wissen Sie, was Sie tun können, um wieder gesund zu werden? Haben Sie Freunde oder Familie?

Wenn Sie all diese Fragen mit Ja beantwortet haben, haben Sie schon ein sehr gutes Niveau erreicht. Betrachten Sie alles darüber hinaus Gehende als Ihren persönlichen Reichtum, und erfreuen Sie sich jeden Tag daran.


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