Einstellung zu einer Stunde, die man nicht arbeitet.
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Oder sind Sie in einem Angestellten Verhältnis besser aufgehoben?

 

Zwischen den Typen des Angestellten und des Unternehmers gibt es ja eine ganze Reihe von Unterschieden. Der größte von ihnen ist ihre Einstellung zur Arbeit. Um zu erkennen, zu welchem Typ Sie zählen, genügt die Beantwortung einer einzigen Frage.

 

Was Unternehmer von Angestellten unterscheidet:

Viele Menschen erwarten an dieser Stelle Fragen wie: Wie risikobereit sind Sie? Wie viele Geschäftsideen haben Sie? Oder: Wollen Sie wirklich viel Geld verdienen? Keine dieser Fragen drückt jedoch aus, worum es dem Typen eines Unternehmers tatsächlich geht. In Wirklichkeit dreht sich alles um Ihre persönliche Einstellung zu folgender Frage:

Wie bewerten Sie eine Stunde, die Sie nicht arbeiten?

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Vereinfacht erklärt ist jede Stunde, die ein Selbständiger nicht arbeitet, für ihn eine verlorene Stunde. Jede Stunde, die ein Angestellter nicht arbeitet, ist für ihn eine gewonnene Stunde.

  • Die Überlegung eines Unternehmers lautet: Jede Stunde, die ich mehr arbeiten kann, bringt mich ein Stückchen näher, mein berufliches Lebenswerk aufzubauen.
  • Jede Stunde, die hingegen ein Angestellter weniger arbeitet, erhöht theoretisch betrachtet seinen fiktiven Stundensatz. Da sein Gehalt ja fix ist, ist ein Angestellter umso besser gestellt, je weniger er tatsächlich arbeitet. Wer jedoch weniger arbeitet, tut weder seinem beruflichen Lebenswerk noch seinem Arbeitgeber etwas Gutes.

Überspitzt betrachtet arbeitet ein Angestellter idealerweise gar nichts und kassiert sein Gehalt ohne jegliche Leistung. Sein fiktiver Stundensatz steigt dann in unendliche Höhen. In einigen geschützten Bereichen heißt es von manchen Kollegen, sie hätten dieses Prinzip der unendlichen Stundensätze perfektioniert, indem sie maximal körperlich am Arbeitsplatz anwesend seien.

 

Die gesunde Einstellung zur Leistung

Einige Angestellte meinen sogar: „Überstunden sind Freizeitraub.“ Mit dieser Einstellung sehen sie ihren Brötchengeber als ihren Feind an. Wir haben hierzulande durch jahrzehntelange gewerkschaftliche Tätigkeit jedoch weniger ein Problem mit der Ausbeutung der Massen durch niedrige Gehälter als das Problem mit einer gesunden Einstellung zu Leistung.

Ein großer Teil der Menschen wünscht sich ein erfülltes Leben, auf das sie eines Tages mit Stolz und Genugtuung zurückblicken können. Ein erfülltes Leben ist jedoch – gerade für Männer – nur möglich mit einem erfüllten Berufsleben. Es geht darum, etwas zu schaffen, das Ausdruck ihrer Gestaltungskraft ist, ob es der Bau eines Hauses, die Entwicklung einer Datenbank oder die Führung eines Unternehmens ist.

Um ein Unternehmertyp zu sein, müssen Sie sich nicht selbständig machen. Bekanntlich haben es die Angestellten in beruflicher Hinsicht in den meisten Fällen viel besser als die Selbständigen. Sie müssen meistens weniger hart arbeiten, tragen viel weniger Risiko und verdienen in 90 % der Fälle mehr als die Selbständigen.

Völlig gleichgültig, ob Sie Angestellter oder Unternehmer sind: Sie benötigen immer eine möglichst gute Ausbildung, praktische Erfahrung, ein gutes Team, vertrauensvollen Umgang miteinander und Personen, die bereit sind, für Ihre Leistung zu bezahlen. Unternehmer können nur deshalb potenziell viel mehr verdienen, weil sie einen Großteil des Risikos tragen. Was hingegen die beiden Typen voneinander unterscheidet, ist ihre gesunde Einstellung zur Verteilung von Freizeit und Arbeit.