Die Künstlerbrille Bücher / Karriere & Aufstieg / Mitarbeiterführung

Rezension: Das neue Buch von Berit Sandberg und Dagmar Frick-Islitzer.

In ihrem aktuellen Werk gehen die Autorinnen der Frage nach, was und wie Führungskräfte von Künstlern lernen können. Doch warum gerade Künstler? Nun, in der Informations- und Wissensgesellschaft galt das theoretische Wissen lange als wichtigste Ressource. In unserer neuen Welt, die von Komplexität und Dynamik geprägt ist, verliert das Fachwissen an Bedeutung.

Da die alten Denkmuster nicht mehr greifen und viele Führungskräfte zugeben, Schwierigkeiten mit der Unsicherheit zu haben, ist es notwendig, einen gesunden, erfolgreichen Umgang mit Kreativität zu haben. Von wem könnten Manager diese Fähigkeit besser erlernen als von Künstlern.

Die Künstlerbrille aufzusetzen, bedeutet sich mit den wesentlichen Themengebieten des Künstlers auseinanderzusetzen. Die Autorinnen nennen insbesondere folgende Bereiche:

  • Inspiration
  • Kreation
  • Transformation
  • Innovation
  • Kontemplation
  • Kooperation
  • Reflexion

Kommen Ihnen diese Begriffe aus dem Alltag der Unternehmen bekannt vor? Bei genauerem Hinsehen wird es offensichtlich, dass das Künstlerische schon lange die Themen vorgibt, die neben dem abstraktiven Zahlenwerk in den Führungsetagen diskutiert werden.

Die Inspiration zeigt, wovon sich Künstler anregen lassen. Die Kreation stellt die schöpferische Phase vor. Die Transformation behandelt den Weg des Künstlers, der nicht geradlinig ist, sondern mäandert, Umwege macht und sich mit Unvorhergesehenem kreuzt.

Die Innovation lebt vor allem von den Haltungen, also den richtigen Einstellungen, die Innovation erst ermöglichen. Kontemplation dreht sich um Raum und Zeit, um eine positive Arbeitsstimmung zu schaffen. Bei der Kooperation geht es um die Beziehung zu anderen, um im Team den Weg frei für das Werk zu machen.

Schließlich bleibt noch die Reflexion als wichtiger Bestandteil der Künstlerbrille. Künstler misstrauen der eigenen Zufriedenheit und reflektieren schonungslos. Dabei bleibt die größte Hoffnung, die uns Künstler geben können: Wer sich in einem unbekannten Gelände bewegt, für den sind Fehler unvermeidbar.

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