Aufgeben kam nie in Frage Bücher / Gehalt / Karriere & Aufstieg / Selbstmanagement

Rezension: Das neue Buch von Helma Sick.

Das Thema „Frauen und Gehalt“ ist mir ein besonderes Anliegen. In meiner Tätigkeit als Gehaltsberater habe ich zahlreiche Studien durchgeführt, um die finanzielle Situation von Frauen zu beleuchten, insbesondere unter: http://www.conradpramboeck.com/gehalt/warum-frauen-und-manner-gleich-bezahlt-werden-und-dennoch-unterschiedlich-verdienen

Die Finanzexpertin von „Brigitte“, Helma Sick, legt mit ihrem neuen Buch einen weiteren, persönlich inspirierten Beitrag vor, wie wichtig finanzielle Unabhängigkeit für Frauen ist. Sie selbst schildert in ihrer unmittelbaren Lebensgeschichte, wie finanzieller Druck viele Frauen in früheren Generationen zur persönlichen Unfreiheit und Abhängigkeit gebracht hat. Insofern spielen beruflicher Erfolg und ein angemessenes Gehalt für Frauen eine besondere Rolle.

Helma Sick beschreibt in ihrem Buch:

  • wie sie als Kind miterlebt hat, wie ihre Eltern mit Finanzen in der Ehe umgegangen sind
  • wie sie mit ihren eigenen Fähigkeiten ein eigenes Einkommen erzielen konnte
  • wie sie dadurch aus der Abhängigkeit ihres Elternhauses entkommen konnte
  • welche Rückschläge es auf ihrem Weg gab
  • wie die Unterstützung von Frauen in persönlichen und schließlich in finanziellen Fragen zu ihrer Lebensmission wurde

Beispiel aus dem Buch: In einem ihrer zahlreichen Vorträge beschreibt Helma Sick das Unverständnis, das ihr gerade zu Beginn ihrer Tätigkeit noch in den 1980-er Jahren entgegengebracht wurde. Von einem Teilnehmer hieß es sogar: „Die Frauen sollen einmal lernen, wie man einen richtig guten Schweinsbraten macht.“ Als gute Köchin würden sie auch von ihrem Mann geschätzt und nicht misshandelt werden. Diese mittelalterlichen Vorstellungen über das Verhältnis zwischen Mann und Frau sollte ihr noch oft begegnen.

Helma Sick begnügt sich jedoch erfrischenderweise nicht nur in der Darstellung der Frau als Opfer, die über viele Jahrhunderte weg von Männern in vielerlei Hinsicht unterdrückt wurden. Ihr ist es ein besonderes Anliegen aufzuzeigen, dass Frauen ihre Opferrolle verlassen müssen und ihr Leben in die eigenen Hände nehmen müssen. Ihr Buch ist geradezu ein Aufruf, aufzuwachen und von der Opfer- in die Täterrolle zu wechseln, die zwar nicht immer angenehm ist, aber einen unglaublichen Zuwachs an Selbstvertrauen und Selbstbestimmtheit mit sich bringt.

Abschließend präsentiert Helma Sick ihre persönliche Lebenseinstellung, sich aus der unwürdigen Opferrolle zu befreien. Für sie zählt es zur Würde des Menschen, nicht abhängig zu sein von einem Partner oder vom Fortbestand einer Ehe oder einer Lebensgemeinschaft. Für diese Freiheit, ist sie überzeugt, lohnt es sich zu kämpfen.

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